Studie: „Jugend mit Finanzthemen überfordert“

Positiv eingestellt, aber wenig interessiert und im Vorgehen nicht immer systematisch: Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) und des F.A.Z.-Institutes zur Finanzkompetenz junger Erwachsener.

Für 54 Prozent ist Geld ein Thema

„Nur jeder zweite Befragte (54 Prozent) befasst sich gerne mit Geldangelegenheiten. 44 Prozent der jungen Menschen betrachten die Auseinandersetzung mit Finanzthemen zwar als notwendig, fühlen sich aber von den Informationsangeboten offensichtlich zu wenig angesprochen. Wir müssen daher besonders jungen Menschen den Zugang zu Finanzthemen erleichtern“, so DSGV-Präsident Heinrich Haasis.

Insgesamt fühle sich jeder sechste junge Mensch, also rund 3,5 Millionen Personen, bei Finanzfragen überfordert und habe bereits kapituliert. Insbesondere bei den Geringverdienern verbinde fast jeder Dritte Befragte Geld mit Arbeit und Problemen.

Sparen liegt im Trend

Positiv bewertete der DSGV-Präsident, dass die jungen Erwachsenen durchaus erhebliche Sparanstrengungen unternehmen. 73 Prozent der Befragten legen sich eine eiserne Reserve zu, 65 Prozent sparen sehr konkret auf eine eher mittelfristig geplante Anschaffung. Die Absicherung von Risiken ist für 71 Prozent das Ziel, 66 Prozent zahlen in ihre private Altersvorsorge ein, 39 Prozent bilden Sparreserven für einen Immobilienkauf

Quelle: FONDS professionell, 09.09.2010